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Surfing

CJ Nelson

Wer hat dich auf das LOGGING gebracht? 

Mein Vater war derjenige, der mich über das Surfen und die Geschichte des Surfens aufklärte. Er hatte immer einen schönen Quiver von alten Logs, mit denen ich als ein Kind surfen durfte. LOG RIDING ist ein bisschen wie eine Familientradition.

Wie waren deine ersten Tage als junger Surfer? 

Ich hatte eine sehr schöne Kindheit, Surfen war bis zum Teenageralter alles für mich. Ich war gut in jungen Jahren und hatte einige Contests gewonnen. So wurden dann eine Menge Leute auf mich aufmerksam. Ich surfte die ganze Zeit mit meinem Vater. Großartig war das … Wahrscheinlich eine der besten Zeiten meines Lebens.

Ich las in einem Interview, dass du von den „Bad Boys“ inspiriert wurdest. Könntest du uns erzählen, wie das damals war und was sich geändert hat? 

Ich war ein guter Skater und wir hatten eine große Punkrock-Kultur in der SF Bay Area. Alle Leute, zu denen ich aufgesehen habe, waren ziemlich rücksichtslos und hielten nicht viel von der Zukunft. Ich glaube, ich bin dann darauf hängen geblieben, und traf einige Fehlentscheidungen mit Drogenmissbrauch usw. … Es hat meiner ganzen Surfkarriere geschadet. Eine Menge Möglichkeiten wurden dadurch ruiniert und Beziehungen, die ich im Laufe der Jahre hatte, zerstört. Ich bin glücklich zu sagen, dass ich meinen Kurs geändert habe und jetzt seit langer Zeit clean bin. Ich fühle mich gut und habe eine klare Sicht nach vorn. Die Jahre des Drogenmissbrauchs und der Egotour werden mich immer verfolgen.

Als ich dich zum ersten Mal sah, an diesem Right Hander in dem „Thomas Campbell“-Film „SPROUT“, hattest du mich und ich bin ausgeflippt. Du bist ein Zauberer auf der Nose. Was bedeutet dir Noseriding? 

Noseriding ist sicherlich ein wichtiger Teil vom Longboarding, aber wie ich schon sagte, mein Vater brachte mir das ordnungsgemäße Loggen bei. Seine und meine Helden waren Leute wie Nuuhiwa und Carson. Sehr gute Noserider … Ich wusste, dass das etwas war, was ich meistern wollte. Meine ganze Konzentration lag einen Großteil meiner Surfkarriere auf Noseriding, das wiederum war nicht gut für mein gesamtes Surfen. Meine Ziele haben sich verschoben und ich bin befreiter. Ich designe und surfe Boards, die einen größeren Bewegungsbereich zulassen, so fühlt sich mein Surfen viel freier und runder an. Zurzeit bin ich sehr inspiriert.

Was machst du, wenn du nicht im Wasser bist? 

Außerhalb des Wassers lebe ich ein sehr einfaches Leben. Meine Tage bestehen aus einer Menge Stretching und Meditation. Ich studiere Buddhismus an einem Platz in Santa Cruz, das beinhaltet eine Menge Lesestoff und Praxisübungen. Ich bin ein begeisterter Radfahrer, wenn keine Wellen sind, ist das mein Ausgleich. Ich habe eine Menge Spaß mit meinen Fahrrädern und dann geht natürlich noch eine Menge Zeit für mein Board-Label (CJ NELSON DESIGNS SURFBOARDS) drauf. So mache ich alle Arten von Kunst. Das Leben meint es im Moment gut mit mir.

Du hast modernes Logging zu dem gemacht, was es heute ist. Wer sind deine Heros? 

Vielen Dank für das Kompliment, aber es gibt so viele Menschen, die daran beteiligt sind. Das könnte lang werden, wenn ich alle aufzähle, die mich inspirieren, lass mich nur einige nennen.

Devon Howard, Dane Peterson, Alex Knost und Robbie Kegan haben mich im Laufe der Jahre die meiste Zeit geflasht. Ich habe Joel immer als guten Surfer geschätzt. Er verdient viel Anerkennung aus so vielen verschiedenen Gründen. Es ist nicht leicht, Joel zu sein. Ich stimme nicht mit all seinen Ansichten überein, aber muss ich auch nicht.

He is the one …

Bist du immer noch am Traveln?

Ich bin glücklich, sagen zu können, dass ich es mache. Ich liebe es, neue Orte zu sehen. Da bin ich ständig auf der Straße und erkunde die Gegend. Ich bin tatsächlich in den letzten Jahren mehr gereist als vorher. Es ist schön, zu Hause zu sein, aber es ist auch schön, zu reisen und neue Dinge zu sehen.

Ich habe schöne Wellen in Mexiko auf deiner Instagram-Seite gesehen. Was ist da los? 

Mein Bruder und ich haben ein Haus an unserer Lieblings-Log-Welle in Mexiko gekauft. Damit ist ein Kindheitstraum für uns in Erfüllung gegangen, ein wahrer Segen in unserem Leben. Wir vermieten das Haus an alle, die Mexiko kennenlernen wollen. Wenn jemand ein Coaching braucht, ist das auch kein Problem. Ich kümmere mich um euch. Es gibt super Wellen in der Gegend.

Wie sind deine Pläne für die Zukunft? 

Ich mach so weiter, wie es jetzt am besten läuft. Surfen jeden Tag, das Studium, Boards bauen und Menschen treffen, die mich inspirieren.

Irgendwelche letzten Worte …?

Vielen Dank an alle, die mich jemals unterstützt haben. Ich entschuldige mich, wenn ich jemanden von euch enttäuscht habe.

Vielen Dank.

Text: Andre’ Möller  Foto:Justin Bowers[/text_output][/vc_column][/vc_row]