Art, Surfing

Tyler Waren

Hi Tyler, super dass du dir die Zeit nimmst, um uns einige Fragen zu beantworten. Ohne jetzt irgendwo reinzukriechen, bist du in deinem jungen Alter schon etwas Besonderes. Man könnte fast sagen, dass du eine junge, inspirierende, lebende Legende bist. Surfen, shapen, malen und die ganzen Projekte, die du verfolgst, sprechen für sich.

Wo bist du geboren und aufgewachsen? Hattest du schon in jungen Jahren Kontakt zu Hobie, weil du in Dana Point lebst? Oder bist du auf einem ganz anderen Weg da reingerutscht?

Ich bin in Dana Point und San Juan Capistrano in Südkalifornien geboren und aufgewachsen. Hobie unterstützt mich schon so lange. Seit dem ich 14 Jahre alt bin, also schon fast die Hälfte meines Lebens. 

Was kam wann und was war der Auslöser dafür (Surfboard oder Pinsel)?

Mein Vater schenkte mir ein Bruse-Jones-Surfboard zum 9. Geburtstag. Es war ein altes Twin Fin aus den 70er Jahren. Am Anfang lief es eher schleppend, aber in dem Alter von 11 oder 12 Jahren habe ich dann richtig angefangen. Zeichnen und Malen habe ich schon immer geliebt.  

What turns you on???? What turns you off???

O. k., einige Sachen, die mir Freude bereiten. Guter Surf, gute Leute, gute Farben, gutes Essen, gute Platten, Reisen, neue Orte und neue Wellen …

Abneigungen, negative Stimmung, schlechter Wind, Flachwitze und schlechte Designs.

Wovon wirst du inspiriert?

Die Vergangenheit inspiriert mich ständig. Alte Surfboards, Kunst, Architektur, schöne Wellen. Man kann aus vielen Sachen etwas Nützliches ziehen.

Ich habe gelesen, dass du aus einer Malerfamilie kommst. In deinen klaren Bildern sieht man eine harmonische Leichtfüßigkeit … mir gefallen deine Schattenspiele … und dann gibt es wiederum Bilder mit wunderschönen filigranen Ornamenten (wie z. B. auf den „captain fin“-Finnen). Wie kommt dieser Wechsel zwischen den unterschiedlichen Malstilen zustande?

Es hängt von meiner Stimmung ab. An einigen Tagen möchte ich nur Linien in alle möglichen Richtungen malen und eine Woche später ist es was anderes. Wichtig ist, wofür die Bilder verwendet werden.

Kommen wir jetzt mal zum Surfen. Du bist ja eher ein klassischer Typ und nicht der junge Wilde, der keinen richtigen Turn mehr kann und einen 360°-Air nach dem anderen springt. Was für Surfboards bevorzugst du?

Ich mag alle Arten von Boards, sie dienen einem Zweck. Es kommt darauf an, was ich machen möchte und was die Welle mir vorgibt.

Es ist ja ein neues Longboard von dir bei Hobie erschienen. Das One Fin Pin ist ein wunderschönes Board. Wird es im Laufe der Zeit noch neue Designs von dir geben?

Ich bin ständig bei der Entwicklung neuer Modelle und verbessere die alten … Das ist mein Lieblingsteil. Die Formgebung, etwas Neues zu schaffen. Die Ideen für neue Bretter in allen Größen schwirren mir immer im Kopf herum … Wenn du an Surfboards baust, hast du eine konstante Entwicklung, die nie am Ende ankommen wird.

Projekte?

Ich habe an einem Filmprojekt mit meinem Freund Tatsuo Takei gearbeitet. Die meisten Aufnahmen haben wir mit Super-8 gefilmt. Wir sind auf Hawaii, in Costa Rica, El Salvador und Mexiko dafür gewesen. Der Film „Wet Dream“ ist im letzten Dezember erschienen.

Da Cali ja nicht um die Ecke liegt, ist es schwer, deine Kunst zu sehen. Gibt es Ausstellungen in Europa, wo man Bilder von dir sehen kann???

Ich habe leider noch keine Ausstellungen in Europa, aber ich hoffe, dass es in Zukunft welche geben wird. Sie können meine Website „artbytylerwarren.com“ besuchen, um einige meiner Arbeiten zu sehen.

Last, but not least … Hast du zum Abschluss noch ein paar Gedanken, die dir am Herzen liegen und wichtig für dich sind???

Folge immer deinen Träumen und vertraue deinem Herzen. Lass dich von niemandem unterdrücken oder dir erzählen, das ist nicht möglich. Nichts ist einfach und du musst hart arbeiten, um alles zu erfüllen, sei geduldig, denn Übung macht den Meister.

Vielen Dank für deine Offenheit. Alles Gute und viel Erfolg bei deinen weiteren Schritten.